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Planungssicherheit. Der Rettungsanker in einer komplexen Welt.

Aktualisiert: 21. Sept. 2023


Nachhaltigkeitsgipfel

Wir leben in einer komplexen Welt.

Ob Wärmeversornung, Stahlproduktion, Verkehrswende oder nachhaltige Verpackungskonzepte, die Welt von heute ist so komplex geworden, dass wir für deren Veränderung ins Positive viele Vorstufen und Bedingungen berücksichtigen müssen – sonst wird es negativ.

Das ist auch die Erkenntnis, die die Besucher des diesjährigen SZ Nachhaltigkeitsgipfel in München (27.06 -28.06.23) gewonnen haben müssten.

Will man ökologischere Autos bauen, so müssen nicht nur die Autos selbst effizienter werden, sondern auch die Rohstoffe, z.B. der verwendete Stahl oder der Kautschuk für die Reifen. Aber grüner Stahl wird nicht vom Mond eingeflogen, dafür muss man wiederum neue Fabriken bauen, die mit verringertem Energiebedarf und veränderten Verfahren diesen „grünen Stahl“ produzieren. Und auch die Energie für die Stahlproduktion muss mit neuen veränderten Verfahren, die einen geringeren Umweltimpakt aufweisen, produziert werden.

In einigen Bereichen haben wir Vorläufe von mehreren Jahren und einige Technologien sind längst noch nicht massentauglich oder bezahlbar.

Um nun Unternehmen dazu zu bewegen, in neue Technologie und neue Verfahren zu investieren, teils in Milliardenhöhe, brauchen wir Planungssicherheit. Denn nur so weiß der Investor bzw. die Investoren in den langen Lieferketten, dass sich ihr finanzieller Einsatz lohnen wird.

Diese Planungssicherheit ist auch die Grundlage für viele Business Cases, wenn es um eine Veränderung an Produkten, Prozessen oder Geschäftsmodellen geht.

Genau hier haben wir im Moment im Verpackungsbereich ein Problem. Auf der einen Seite gibt es in Deutschland ein Verpackungsgesetz, welches recht klar regelt, wie eine nachhaltige Verpackung aussehen müsste, bzw. welchen Kriterien sie entsprechen muss: reduziert im Ressourcenverbrauch, mit einem geringen Impakt und in der EoL-Betrachtung sehr gut recyclefähig – vorzugsweise mechanisch.

Wie jedoch sieht der Business Case aus, wenn es für die Erfüllung der Gesetzte keinen Anreiz und für dessen Missachtung keine Regulierung oder Steuerung gibt? - Schlecht.

Aber ohne Anreizsystem gibt es auch keinen Zugzwang für Unternehmen der Verpackungsindustrie nachhaltigere Lösungen anzubieten, denn auch sie müssen ihre Investments gegen zu erwartende Gewinne stellen können.

So führt die aktuelle „Hängepartie“ bezüglich Bonus- und Malus-Regelung beim Verpackungsgesetz, sowie die uneinheitliche Bewertung der Recyclefähigkeit zwischen den entsprechenden Entsorgungsdienstleistern auch zu einer PlanungsUNsicherheit und damit zu einem unnötigen Stillstand.

Erkennen wir die Komplexität der Sachlage an, realisieren wir die notwendigen Vorlaufzeiten und einigen wir uns auf verbindliche Standards. So schaffen wir Planungssicherheit und damit ein investitionsfreundliches Wirtschaftsklima auch in der Verpackungsindustrie.


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