


Marmeladenglas als Einzelportion - Wir schauen genau hin.
Einer unserer Kollegen hat mal wieder eine spannende Verpackung entdeckt: ein Marmeladenglas.
Das Besondere daran? Es handelt sich um eine Einzelportion.
Der erste, spontane Eindruck ist positiv:
Glas wirkt wertig, hygienisch, langlebig – auch optisch ein echter Hingucker.
Doch wer täglich mit Verpackungen zu tun hat, wird schnell stutzig. Der Blick auf die Waage zeigt warum: 55 g Verpackung für 28 g Inhalt.
Rechnet man die Emissionen aus Herstellung und Transport mit ein, wirkt Glas im Vergleich zu Verpackungen aus PPK, Verbund oder Kunststoff plötzlich gar nicht mehr so nachhaltig, wie es scheint.
PPWR als Treiber – aber in die richtige Richtung?
Mit der PPWR werden „Einwegkunststoffverpackungen für Würzmittel, Aufstriche, Soßen, Kaffeesahne, Zucker und Gewürze im Gastgewerbe“ künftig verboten. Das klingt zunächst vernünftig.
Aber was passiert, wenn diese Verpackungen jetzt durch deutlich schwerere Glasverpackungen ersetzt werden?
Ist der ökologische Fußabdruck dann wirklich besser – oder neher nicht? Welche Alternativen haben wir?
· Leichtere Verbundverpackungen
· Spezial- oder beschichtete Papierverpackungen
Beide schneiden beim Gewicht meist deutlich besser ab.
Bei der Recyclingfähigkeit sieht es dagegen häufig schlechter aus. Gerade bei fetthaltigen oder zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Butter oder Marmelade landet das Material oft in der Verbrennung – und nicht im Recyclingstrom.
Die unbequeme Frage:
Vielleicht ist es an der Zeit, die wirklich unbequeme Frage zu stellen: Können wir uns Einzelportionen überhaupt noch leisten?
Sind vorportionierte Einzelgrößen wirklich unverzichtbar oder haben wir uns schlicht daran gewöhnt?
Für bestimmte To-go-Anwendungen oder für Krankenhäuser mit hohen Hygieneanforderungen werden Einzelportionen auch künftig ihren Platz haben.
Aber dann gilt für diese aus unserer Sicht: Weg vom Standard – zurück zur Ausnahme.
Und dort, wo Einzelportionen unverzichtbar sind, sollten wir neu denken:
· Welches Material hat den geringsten Impact bei gleichzeitig hoher Produktsicherheit?
· Sind Mehrweglösungen oder Rücknahmesysteme denkbar?
· Und ganz zentral: Lässt sich die Verpackung am Ende wirklich recyceln?
Unser Blick nach vorne
Die Zukunft der Verpackungen bleibt spannend.
Das Ingenieurbüro C.E.Schweig GmbH unterstützt Sie dabei, die PPWR nicht nur zu erfüllen, sondern aktiv zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Wir sehen echte Chancen für Neues und für Verbesserungen – und blicken optimistisch auf die Zukunft der Verpackungsbranche.