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Damit süßes nicht sauer aufstößt


Jedes Jahr zu Halloween schlendern die kleinen und großen Bettelgeister durch die Straßen und Häuser, um sich mit großen Mengen an Süßwaren zu versorgen.

Als freundlicher Erwachsener stehe ich folgerichtig einige Tage vor dem Ereignis im Supermarkt, vor den zu Halloween passenden Angeboten der Süßwarenindustrie.

Bei dem Angebotenen handelt es sich um Mehrstückgebinde, die eine unterschiedliche Anzahl an Kleingebinden oder unterschiedliche Süßigkeiten enthalten. Ein klassischer Trigger für einen Ingenieur, mit dem Ziel wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.

Wie sind denn die einzelnen Gebinde der kleinen „Minis“ von Ihrem ökologischen und ihrem ökonomischen Impakt zu bewerten? Und sind alle Gebinde gleich funktionell?

Die Bewertung bringt deutlich Unterschiede ans Licht:

Der Ressourceneinsatz für das Mehrstückgebinde lag zwischen 2,1 g und 8,1 g also fast das 4-fache an Ressourcen für eine annähernd gleiche Füllmenge.

Der Klimagasimpakt – auf 100 g Inhalt gerechnet – variierte von 100 % bis 204%, ohne dass dies funktionell notwendig wäre. Auch beim eingesetzten Flächenbedarf der Packstoffe gab es deutliche Variationen: bis zu 42 % Unterschiede – immer bereinigt auf die Füllmenge. Interessant dabei ist, dass die größere Mehrstückverpackung zwar mehr Size-Impression bietet, dafür die Bruchanfälligkeit der kleinen Einzelgebinde erhöht.

Dass ressourceneffiziente Verpackungen auch kostensparend sind, konnten wir in unserem kleinen Experiment durchaus belegen.

Wer sich für die Details interessiert, der schaut gerne in Sweets Processing 11-12/2023 Ausgabe, denn dort ist unser Artikel erschienen.

Er regt an, sich mit der Ressourcenoptimierung in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel dem der Süßwaren, zu beschäftigen.


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