


Wie kann Wasser in Kosmetika ein kritischer PFAS Faktor sein, während derselbe Pfad in der Verpackungsherstellung plötzlich keine Rolle spielen soll?
Während die EU die Regulierung von PFAS deutlich verschärft – von strengeren Trinkwassergrenzwerten bis hin zu nationalen Verboten in Alltagsprodukten wie in Frankreich – entstehen in Teilen der PPWR Debatte erstaunlich vereinfachte Erzählungen.
Einige PPWR Berater behaupten, das PFAS Risiko einer Verpackung lasse sich „aus dem Material heraus“ einschätzen. Unbeschichtete Faserstoffe seien angeblich unbedenklich – ohne belastbare Daten, ohne echte Risikoanalyse und ohne rechtliche Grundlage.
Diese Aussagen wirken zunehmend aus der Zeit gefallen.
Die Realität:
Wasser ist ein zentraler PFAS Eintragsweg.
In der Kosmetik und Körperpflegebranche ist längst anerkannt, dass Trink- und Prozesswasser selbst PFAS tragen kann. Genau dieses Wasser wird auch bei der Herstellung von Faserstoffen massiv eingesetzt – und ein Teil verbleibt sogar als Restfeuchte im Material und ist zentraler Bestandteil, um die mechanische Festigkeit des Faserstoffes zu garantieren.
Wie kann Wasser in Kosmetika ein kritischer PFAS Faktor sein, während derselbe Pfad in der Verpackungsherstellung plötzlich keine Rolle spielen soll?
Das Problem:
Falsche Sicherheit statt fundierter Bewertung.
Pauschale „Unbedenklichkeits“-Aussagen fördern keine Transparenz, sondern schaffen eine trügerische Sicherheit.
Sie ignorieren:
• die aktuellen regulatorischen Entwicklungen in der EU,
• die bekannten Eintragswege über Wasser,
• und die fachliche Realität in anderen Industrien.
Was wir brauchen:
Keine bequemen Kurzinterpretationen.
Sondern eine offene, ehrliche Debatte, die Material UND Prozesswasser betrachtet – statt nur das Narrativ, das der eigenen Beratung einen USP verschafft.