


Von der Massenproduktion zur Circular Society
Seit der industriellen Revolution ermöglichen Maschinen, Arbeitsteilung und standardisierte
Prozesse das Herstellen enormer Mengen identischer Güter – effizient und kostengünstig. Seife, Textilien und Automobile wurden zu Symbolen eines neuen Wohlstands. Design und Marketing halfen, nicht nur Bedürfnisse zu erfüllen, sondern auch neue Wünsche zu wecken und Märkte zu erschließen.
Der Preis für den Fortschritt ist hoch: Die Massenproduktion basiert auf einem linearen Modell – nehmen, herstellen, nutzen, wegwerfen. Dieses führt zu immer größerem Ressourcenverbrauch, wachsenden Müllbergen, Treibhausgasemissionen und einer gefährlichen Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten.
Die Folgen sind sichtbar:
Plastik in den Ozeanen, erschöpfte Rohstoffquellen, steigende Preise, Klimakrise und eine sinkende Resilienz unserer Wirtschaft gegenüber globalen Schocks. Heute stehen wir an einem Wendepunkt. Die traditionellen Erfolgsmodelle der Vergangenheit greifen nicht mehr, die globalen Spielregeln haben sich verändert. Viele Länder, die uns früher günstige Rohstoffe lieferten, wachsen wirtschaftlich, entwickeln eigene Industrien und nutzen ihre Ressourcen zunehmend selbst. China und Indien sind in zentralen Zukunftsbranchen wie Photovoltaik und Elektromobilität technologisch bereits führend und setzen
neue Standards.
- Auszug aus der creativ verpacken (01/2026) von Carolina E. Schweig